03.03.2026. Sich als links Lesende haben eine Hauptbeschäftigung: Sie definieren, wer "
rechts" ist. Die so produzierte Geografie ist in den Köpfen zur Mentalität geworden. Einige deutsche Intellektuelle wie
Henryk M. Broder,
Reinhard Mohr,
Monika Maron,
Peter Schneider erzählen in dem Band "Wenn das Denken die Richtung ändert", warum es ihnen nicht mehr sinnvoll erscheint, sich "links" zu verorten. Aus dem Band veröffentlichen wir
Ulrike Ackermanns autobiografischen Essay "
Einmal Dissident,
immer Dissident?" Sie erzählt, wie die westliche Linke seit 1968 in ihren Augen intellektuell verkümmerte. Und "dass die Linke
antitotalitäre Impulse und Traditionslinien mehrheitlich verachtete oder totschwieg, habe ich ihr nie verziehen".
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