Sportlich soll es laufen, klar

Stephan Lessenich, Steffen Mau, Heinz Bude und Koloma Beck diskutierten über Denkschulen. Ein Wort gibt das andere von Elke Schmitter

BÜCHERSCHAU DES TAGES

Das Brodeln des Kiezes

28.02.2026. "Das Ende vom Lied" ist ein Lied vom Anfang und vom Ende - der Deutschlandfunk ist begeistert von Michael Wildenhains Westberlin-Roman. Die taz sieht in Andrea Böhms "Fighting Like a Woman" nicht nur Frauen, die zurückschlagen, zu. Zugleich lernt sie in Son Lewandowskis Roman "Die Routinen" wie Mädchen beim Kunstturnen zugerichtet werden. Die FAZ lernt mit Lena Winkel zwar nicht "Tiere richtig zeichnen", aber dafür sehr viel über die faszinierenden Potenziale des SachcomicsMehr...

EFEU - DIE KULTURRUNDSCHAU

Rot macht high

28.02.2026. Alles Farbe hier, staunt die FAZ in der Hagener Rupprecht-Geiger-Retrospektive. In Ulm erliegt sie Donizetti und zwei Stimmwundern. Die taz stellt den Schauspieler Thomas Schmauser vor, der auf der Bühne zwischen sieben Tiger springt. Die FAS fragt sich, warum Nelio Biedermann bei den Kritikern so beliebt ist: Weil er als Schriftsteller aus der Gen Z old school schreibt? Die NZZ wünscht sich eine Berlinale ohne Realpolitik, und in der FAZ warnt Roland Weißmann, Generaldirektor des ORF: Der Eurovision Song Contest ist kein politisches Tribunal. Mehr...

9PUNKT - DIE DEBATTENRUNDSCHAU

Auf einer Insel oder im Meer

28.02.2026. Israel und die USA haben den Iran angegriffen. Laut NZZ warten die iranischen Ayatollahs bisher vergeblich auf die Ankunft des Mahdi. Woher kommt eigentlich linker Antisemitismus? Die taz und die SZ suchen nach Antworten. In der NZZ hofft Herfried Münkler, dass Europa nach den Kopfnüssen durch Putin und Trump endlich aufwacht, und zwar kräftig. In der taz erzählt eine Kiewerin, wie ihr Kriegswinter verlief. Mehr...

IM KINO

Die Rückkehr von allem und jedem

26.02.2026. Ein reinigendes Feuer und dennoch kein frisches Blut: Der von Serien-Erfinder Kevin Williamson höchstpersönlich inszenierte "Scream 7" mag sich einfach nicht von der eigenen Vergangenheit lösen. Von Robert Wagner. Mehr...

VORWORTE

Und plötzlich hebt er ab

27.02.2026. Insbesondere mit seinen Romanen hat sich Ben Lerner im deutschen Sprachraum einen Namen gemacht. Teils autobiografisch grundiert, legen sie Perspektiven auf Gegenwartsthemen und auf die amerikanische Lebenswelt des Autors an und vermitteln sein Verständnis von Literatur, Kunst und Dichtung. Auch als Lyriker hat Lerner ein herausforderndes Œuvre vorgelegt - und es ist, als hätte dieser Geist auf neue Art Eingang in seinen jüngsten, überraschenden Roman gefunden. Von Angela Schader. Mehr...

EIN WORT GIBT DAS ANDERE

Sportlich soll es laufen, klar

26.02.2026. Die Soziologiestars Stephan Lessenich, Steffen Mau, Heinz Bude und Koloma Beck (in der Reihenfolge ihres Auftretens) stellten sich im Berliner Renaissance-Theater einem "Battle" zur entscheidenden Frage ihrer Disziplin: Aus welcher Denkschule kommst Du? Es gab keine Sieger, aber viele Verletzte. Das dankbare Publikum gehörte nicht dazu. Von Elke Schmitter. Mehr...

MAGAZINRUNDSCHAU

Keine Weltschöpfung ohne Spiel

24.02.2026. Der New Yorker beobachtet im letzten Tiefland-Urwald in Europa die wahre Flüchtlingskrise. New Lines versteht an der ukrainischen Front den Wert von Fliegenpilzen. Der französische Historiker Georges Bensoussan spricht in Le Point über seine monumentale Geschichte des Zionismus. Der ungarische Regisseur Kornél Mundruczó erklärt in HVG, warum er heute in Amerika dreht. Harper's blickt auf die AI-infizierte Tech-Szene der Gegenwart. Tikvah Ideas analysiert den linken jüdischen Antizionismus in Amerika. Mehr...

INTERVENTION

Plädoyer für ein Russland-Tribunal

23.02.2026. Gewiss Wladimir Putin erkennt internationale Gerichtsbarkeit nicht an und meidet Länder, die ihn an den Internationalen Strafgerichtshof ausliefern würde. Das sollte demokratische Länder aber nicht davon abhalten, vier Jahre nach Beginn seines zweiten mörderischen Überfalls auf die Ukraine zumindest ein virtuelles Tribunal unter Einbeziehung kompetenter Rechtsgelehrter und Heranziehung aller Beweisquellen abzuhalten. Je eher sich ein solches Tribunal an völkerrechtliche Regularien hielte, desto effektiver würde es Putin und die Putinisten bloßstellen. Von Claus Leggewie. Mehr...

TASCHENBÜCHERBRIEF

Taschenbücherbrief Februar 2026

22.02.2026. Kurt Prödel entspinnt in seiner Coming-of-Age Geschichte über den Außenseiter "Klapper" eine zarte Liebesgeschichte zwischen zwei Außenseitern. Lana Lux erzählt in "Geordnete Verhältnisse" mit Verve und dunklem Humor von der Anziehungskraft des Bösen. Clemens Meyer geht in "Die Projektoren" auf einen wilden Ritt durch das 20. Jahrhundert, von Jugoslawien, über Karl May bis zum NSU. Ines Geipel erzählt in "Fabelland" ihre persönliche geprägte Geschichte des Ostens.  Von Alice Fischer. Mehr...

FOTOLOT

Wie eine Krone aus lebenden Tieren

18.02.2026. Graciela Iturbide, eine der bedeutendsten Fotgrafinnen Mexikos, siedelt ihre Fotografie bewusst an Schnittstellen an: von indigener und hispanischer Kultur, von Arm und Reich, von urbanen und ruralen Räumen, von Mann und Frau, von Leben und Tod. Sie fotografiert Zapoteken, tote Kinder, sich selbst, Vögel, Kakteen. Ihre Retrospektive im C/O Berlin ist ein Muss für alle Freunde der Fotografie.   Von Peter Truschner. Mehr...

VORGEBLÄTTERT

Susanne Heim: Die Abschottung der Welt

09.02.2026. Viele Juden versuchten in den 1930er Jahren verzweifelt, sich aus Nazi-Deutschland ins Ausland zu retten. Doch Aufnahme zu finden, wurde immer schwieriger. Auch auf der internationalen Konferenz von Evian 1938 konnten sich die teilnehmenden Staaten nicht auf Aufnahmekontingente einigen. Nach Kriegsbeginn flohen vor allem polnische Juden Richtung Osten in die Sowjetunion und später in den Iran, wo Margot Kupfer und ihr Mann landeten, nachdem sie erst ins sowjetische Jakutien deportiert worden waren. Eine Leseprobe aus Susanne Heims Buch "Die Abschottung der Welt".  Mehr...

BÜCHERBRIEF

Finden Sie Ihre Madeleine!

09.02.2026. ... ermuntert ein Arzt die an Gedächtnisverlust leidende Heldin aus Leila Slimanis neuem hochgelobten Roman "Trag das Feuer weiter". Uns reicht es schon, wenn Sie sich einfach eine Madeleine schmecken lassen bei der Lektüre der besten Bücher, die wir diesen Monat für Sie ausgesucht haben: Etwa "Die andere Stadt", den jetzt erst in Deutsche übersetzten Roman des Tschechen Michal Avjat, der Miniatur-Elche und Meeresmonster durch ein mystisches Prag ziehen lässt. Wolfram Lotz hat derweil Träume aus ganz Europa zusammengetragen. Beste Gesellschaft sind die russischen Künstler, die Felix Philipp Ingold im Pariser Exil aufstöbert. Mehr...

INTERVENTION

Benennen und sprengen

21.01.2026. Gern wird beim Thema "Linke und Iran" auf Michel Foucaults begeisterte Äußerungen zur iranischen Revolution hingewiesen. Gut so, aber die deutsche Geschichte beginnt früher und war eher noch fataler. Und der Schulterschluss der Linken mit den iranischen Mullahs setzt sich auch lange nach der Revolution noch fort. Von Thierry Chervel. Mehr...

IN EIGENER SACHE

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

18.12.2025. Der Perlentaucher hat inzwischen 110.543 Rezensionsnotizen zu 67.013 Büchern. Wir spiegeln die qualifizierte literarische Öffentlichkeit dieses Jahrhunderts. Zuverlässige Information ist gerade in unzuverlässigen Zeiten wichtig: Wir machen seit dem dem 15. März 2000 eine tägliche Feuilleton-Presseschau. 500.000 verschiedene Menschen besuchen den Perlentaucher monatlich mindestens einmal. Besonders danken möchten wir 2.000 unter ihnen, die uns monatlich mit einem  freiwilligen "Abo" unterstützen.  Von Thierry Chervel. Mehr...

SPENDEN

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24.11.2021. Der Perlentaucher bietet seinen Service für die Leser kostenlos und möchte dabei bleiben. Falls Sie uns unterstützen mögen - regelmäßig oder einmalig - freuen wir uns! Hier finden Sie verschiedene Möglichkeiten. Mehr...